Skip to content. Skip to navigation
Sections
Document Actions

1000 Kilometer für die Tafel

VON NADIA JOPPEN (RP) – zuletzt aktualisiert: 19.06.2010

Sie starten am 26. Juni und wollen in acht Wochen wieder in Schiefbahn sein: Sandra und Philipp Redlich planen eine Reise von der dänischen Grenze bis Willich – zu Fuß und für einen guten Zweck.

Sponsoren

Die Europäischen Fernwanderwege wurden 1969 von der Europäischen Wandervereinigung initiiert. Mittlerweile gibt es elf große Wanderwege mit einer Gesamtlänge von etwa 55000 Kilometer.

Wer Sandra und Philipp Redlich als Sponsor unterstützen möchte, kann eine Mail an laufen-fuer-die-tafel@web.de schicken.

Die Wanderung wird als Beleg für die Sponsoren über GPS aufgezeichnet.

Spendenläufe kennen die Schiefbahner Sandra und Philipp Redlich (27 und 31 Jahre) noch aus der Schulzeit. Als sie ihren diesjährigen Urlaub planten, haben sie sich spontan entschlossen, ihre Idee mit einem solchen guten Zweck zu verbinden: Die beiden wollen über den Europäischen Fernwanderweg E1, der in Finnland beginnt und bis nach Umbrien verläuft, wandern. Der ist – vergleichbar mit dem bekannteren Jakobsweg – mit einem weißen Kreuz auf schwarzem Grund ausgeschildert und eigentlich 4600 Kilometer lang.

Weitere Sponsoren gesucht

Die Beiden haben sich aber für dieses Jahr erst mal die rund 1000 Kilometer von der dänischen Grenze bei Flensburg bis zum Siegerland und von dort zu Fuß bis Schiefbahn vorgenommen – immer mit dabei die "spanische Wundertüte" Motte, ein Charakterhund undefinierbarer Herkunft aus Spanien. "Wir laufen beide viel und hatten Lust, jetzt noch etwas zu machen, was man vielleicht später aus beruflichen oder familiären Gründen nicht mehr machen kann", erklären sie den Grund für den ungewöhnlichen Urlaub.

Im Laufe der Planungen kam dann die Idee, die Wanderung unter einen guten Zweck zu stellen: Die beiden suchen Sponsoren und wollen das "erlaufene" Geld für die Willicher Tafel spenden. "Wir haben als Schüler am St. Bernhard-Gymnasium bei Sponsorenläufen mitgemacht und in der Familie und bei Freunden Sponsoren gefunden", erzählen sie. Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen und Sponsoren werden auch noch gesucht. Die Unterstützung kann unterschiedlich sein: "Es kann ein Cent oder zehn Cent pro Kilometer sein. Wenn wir insgesamt auf 1 Euro je Kilometer kommen, wäre das schon toll", meint Philipp Redlich.

Eine Voraussetzung für das Gelingen ist eine minimalistische Gepäckausstattung: zwei Mal Unterwäsche, zwei Hosen, Socken, T-Shirts, Bikini und Badehose und Wanderschuhe, dazu Zelt, Isomatte und Schlafsack. Für die Wanderung haben sie ihren Jahresurlaub und zusätzlich unbezahlten Urlaub genommen. Am 22. August wollen sie wieder zurück sein: "Dann haben Freunde ihre Letsch."

Beim Wandern sehe man die Gegend ganz anders, außerdem sei es schön, soviel Zeit mit Mann und Hund zu verbringen, erzählt Sandra Redlich. An einigen Tagen wird es durch ziemlich einsame Gegenden gehen und sie rechnen nicht damit, jemandem zu begegnen. Weitere Pluspunkte: "Es sind acht Wochen, in denen wir keinen Schlüssel mitnehmen müssen und nicht im Stau stehen werden." Bei der Planung gab es schon die erste nette Überraschung: In einem Ort ohne Camping-Platz wurde Das Paar von der Inhaberin der einzigen Pension am Ort spontan eingeladen, bei ihr im Garten zu zelten.


Powered by Plone CMS, the Open Source Content Management System

This site conforms to the following standards: